Leseprobe „Die Entführung aus dem Serail – RELOADED“

 

 



Max Maro
Mozarts berühmteste Opern – RELOADED, 120 Seiten
ISBN
978-3-940420-01-5

Euro 7,95 [D] 

 

 

 



Um gleich mal mit der Hammer-Schlagzeile aufzumachen: Mit diesem Ding schaffte unser Freund Wolfgang seinen Durchbruch! Wurde aber auch langsam Zeit. Schließlich tingelte der Kleine schon seit seinem fünften Lebensjahr von Casting zu Casting. Begabung hin oder her. Irgendwann wollen die Eltern ja auch mal einen ordentlichen ROI.

ROI – nicht bekannt? Ist Wirtschafts-Englisch und heißt Return On Investment. Also Kapitalrendite. Für alle Freunde der T-Aktie ein Begriff, oder? In weniger börsenaffinen Familien auch bekannt unter der Formulierung „Damit es dir später mal besser geht als uns.“ Das Prinzip ist ebenso einfach wie genial: Man schleift den missratenen Nachwuchs solange von Mini-Playback-Show zu Deutschland sucht den Superstar und wieder zurück, bis endlich ein Produzent die magischen Worte „Ich bring dich ganz groß raus!“ über die Lippen bringt. Bingo! Talentfrei aber Traum-Quote.

Na okay, so krass ist es ja mit Mozart Junior zum Glück nicht. Aber die Jahre zwischen den ersten vom stolzen Papa organisierten Konzertreisen des Sechsjährigen und seinem Chartstürmer Serail flogen nicht gerade dahin.

 



Egal. Jetzt wollen wir uns den Hit-Clip endlich in voller Länge reinziehen.

Übrigens, nur um den juristisch-wissenschaftlichen Scheinanspruch zu wahren: Bevor es gleich so richtig abgeht, hier noch schnell der Hinweis darauf, dass Ort und Handlung der nun folgenden Geschichte selbstverständlich völlig frei erfunden sind und eine Ähnlichkeit mit realen Personen oder Gegebenheiten wenn überhaupt dann nur rein zufällig wäre. Ich mein ja bloß.

Erster Akt
Klappe. Ton läuft. Kamera läuft. Und – Action! Wildes Gemetzel. Oberfiese Seeräuber plündern, brandschatzen und verschleppen, was das Zeug hält. Wir sehen, wie sich der Chef-Seeräuber eine mega- attraktive Spanierin samt Zofe und deren Lover greift. Dann spektakuläre Flucht.

Schnitt. Nächste Einstellung. Sklavenmarkt. Unsere Spanierin, Typ Salma Hayek, hockt frisch geföhnt mit „Kauf mich“-Blick am Boden, als ein Bonze mit Migrationshintergrund vorbeischlendert. Genau nach diesem Typ Drittfrau hatte er schon lange auf Ebay gesucht. Wurde aber leider immer wieder überboten. Hier ist seine Chance!

 

 

 

 

   
   
   
   

 

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