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So,
die zwei kommen nun also bei Ariovist an und wollen sich anhören, was er denn
noch so Wichtiges zu sagen habe. Und was macht Ariovist? Er brüllt wie ein
Besessener über den ganzen Kasernenhof, was sie verdammt noch eins hier zu
suchen hätten und ob sie ihn etwa auskundschaften wollten? Und bevor unsere
zwei verdatterten Jungs noch irgendein Wort über die Lippen kriegen, liegen sie
auch schon in Ketten. Klasse, oder? Voll der Psychopath, der Mann.
48 Manchmal fragt man sich, ob nicht
auch mal irgendwann Wochenende ist, oder? So mit richtig ausschlafen, gutem
Frühstück vor dem Zelt und so. Vielleicht sollte mal einer die Idee haben, eine
Gewerkschaft zu gründen. Aber man kommt ja vor lauter Stress nie zu den
wirklich wichtigen Dingen im Leben.
Ariovist
war nämlich schon wieder bei der nächsten miesen Nummer. Er verlegte sein
Quartier kurzerhand in die unmittelbare Nachbarschaft der Römer. Warum?
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Na
bestimmt nicht, um Caesars Blumen zu gießen, falls der mal in Urlaub fahren
wollte. Nö, es ging um den Partyservice der Sequaner und Haeduer, der dem
römischen Team leckere Sachen bringen sollte. Caesar nahm die Herausforderung
an. Fünf Tage lang baute er seine Truppen kampfbereit vor dem Lager auf. Eine
offene Einladung an Ariovist. Aber der ließ sich nicht blicken. Ein paar
alberne Reiterspielchen im Hof, das war’s. Alles Taktik. Der germanische Trick
war, dass Reiter und Fußtruppe optimal aufeinander eingespielt waren. Jeder der
6.000 Reiter durfte sich nämlich seinen eigenen Kumpel aussuchen, der dann zu
Fuß neben ihm her hetzte. Wenn man das lange genug geübt hatte, konnte sich das
Ergebnis echt sehen lassen.
49 Gut. Wenn der Berg nicht zum
Propheten kommt ... Also ließ Caesar seine Kameraden in lockerer
Dreier-Formation antanzen, zog mit denen ungefähr einen halben Kilometer neben
die germanische Siedlung und stampfte dort im Schnellver- fahren ein neues Lager
aus dem Boden.
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